»Wir brauchen unsere Freunde, damit sie unsere Träume teilen.«

Denise Caron, Präsidentin der Irmandade

Freundesbrief

Aug./Sept. 2021, Schwester Gabriele Kumm

Die Schwestern Hanni Schein, Gabriele Kumm und Christine Muhr (v. li. n. re.).

Liebe Freunde der Irmandade,

Unterwegs in Deutschland gibt es auch entspannende Momente.

seit Ende Mai bin ich in Deutschland und viele Kilometer gereist. Die Begegnungen mit ihren Erfahrungen könnten bunter kaum sein. Ich erinnere mich nicht, einmal so viel über Politik diskutiert zu haben. Nur der Verdacht eines „Weiter so!“ stellt den Kandidaten schon ins Aus. Alles neu machen, eine Erneuerung, gerade weil es kaum alte Erfahrungen gibt, klingt verlockender.

Und wir in der Irmandade? Die zu einfache Formel: „Weiter so!“ kann es nicht sein. Dies gilt selbst für die Bereiche, die bestens funktionieren. Und alles neu, alles ganz anders, etwa nach dem Motto: „Gestern ist vorbei; was geht es mich an“, kann es ja auch nicht sein.

Bei einem Besuch kamen wir auf das Thema „Vision“. Ohne Hoffnung keine Vision, ohne Vision keine Bewegung. In der Irmandade brauchen wir in der Substanz ein „Weiter so!“. Gleichzeitig benötigen wir in vielen Bereichen die beunruhigende und die uns aufstöbernde Frage nach dem Neuen und vielleicht ganz Anderem. Was heute noch gut funktioniert, kann morgen schon falsch sein.

Wir sind im Bildungsbereich über die Maßen herausgefordert. Kinder stark machen für die Zukunft – wie erreichen wir das in diesen Zeiten, in der die gesamte brasilianische Gesellschaft durch Corona erhebliche Blessuren davongetragen hat? Das ist die Aufgabe. Dabei müssen auch die Finanzen stimmen. Kein Kind mit Freiplatz soll auch zukünftig weggeschickt werden – so der Beschluss des Vorstandes der Irmandade.

Brasilien hat nicht den besten Ruf, aber viele gute Freunde. Das kommt uns zu Gute. Die Nachrichten aus der Irmandade, die mich in Deutschland erreichen, machen mir Mut. Es gibt Bewegung aus einer Vision heraus. Als Christen sind wir verschieden geprägt. Dabei neigen die einen mehr zum „Weiter so“ und die anderen finden neue Formen, ohne die Geschichte zu vergessen.
Ein anderer Satz ist mir auch hängen geblieben. Er ist eine Aufforderung: „Erzähle deine Geschichte!“

Wir von der Irmandade hören oder lesen auch gerne Geschichten, Ihre Geschichte. Schreiben Sie uns, wir würden uns freuen!

Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung und im Namen aller Mitglieder

Ihre Gabriele Kumm

 

 

 

Juli 2021, Schw. Gabriele Kumm und Schw. Christine Muhr

Liebe Freunde der Irmandade Betânia,

wie kommt man am besten durch die Pandemie? Mir scheint ein wesentlicher Punkt der zu sein: Es geht alles, auch das, vorüber! Klingt billig, aber es macht einen großen Unterschied, ob wir die momentane Lage als endgültig empfinden oder als vorübergehend, wenn auch zu langsam vorübergehend.

Die lähmende Wirkung der Pandemie ist in Brasilien deutlich spürbar. Da ist besonders die immense Zahl an Todesopfern. Damit wird eine Botschaft ins Land gesendet: Ob ihr lebt oder sterbt, ist uns eigentlich egal.

“A gente se vira!” –  “Wir drehen uns bis zur Lösung!”, eine Formel, die signalisiert, dass man nichts erwartet und mit keiner Hilfe rechnet.
Nachdem unsrer Ärztin Dra. Luisella schon 2020 ernsthaft an Covid-19 erkrankte, hatte sie eine zweite Ansteckung nach der ersten Impfung schnell überwinden können. Im Juni d.J. hörten wir unruhig und besorgt von der Erkrankung unseres Mitglieds und Juristen Josué Hioki. Ihm konnte nicht ausreichend geholfen werden, so dass er starb und seine Frau und zwei Söhne nun das Leben ohne ihn bestehen müssen. Für die Familie und die Irmandade bedeutet dies einen großen Verlust.

In unserem Schuldorf konnten wir bis zum Ausbruch der Pandemie die Schülerzahl bis auf gut 600 erhöhen. Das pädagogische Konzept wurde von vielen sehr gut angenommen und viele zahlungsfähige Eltern wollten ihre Kinder bei uns haben. Aufgrund der guten Verwaltung wurde es möglich, dass das Schuldorf einen großen Teil der Freiplätze selber finanzierte.

Nun hat die Pandemie das Schuldorf hart getroffen. Etwa 150 Kinder wurden abgemeldet und viele Eltern haben das Schulgeld für die Kinder, die noch bleiben, nur teilweise gezahlt. Gleichzeitig formulierte die Regierung keine Vorgaben für die Schule, sondern forderte, dass jederzeit die Schulen für alle Unterrichtsformen bereit sein müssten. Darum blieben die Lehrkräfte und wurden weiterhin bezahlt.

Die Entwicklung der Pandemie mit den vielen Erkrankungen hat sehr viel Belastung gebracht. Ohne die außergewöhnliche Unterstützung unserer Freunde hätte es uns in unserer Existenz gefährden können. Alle Hoffnung auf ein Jahr 2021 mit einer beginnenden Normalisierung haben sich bisher nicht erfüllt. Nach wie vor herrscht das Virus. Wie hätten wir entscheiden sollen? Nur zahlende Kinder behalten und die Lehrerschaft zum großen Teil entlassen? Die Finanzen sanieren? Kinder mit Freiplätzen ablehnen? Es sind immerhin fast 400!

Der Vorstand war sich klar und handelte in Übereinstimmung mit allen Mitgliedern: Kein Kind wird vor die Tür gesetzt! Sie und ihre Eltern sollen wissen, dass wir die Entwicklung aller Kinder wichtig nehmen. Darüber entscheidet nicht das Geld.

Im Schuldorf wird seit Jahren mit der Stadtverwaltung um eine Baugenehmigung für eine Mehrzweckhalle verhandelt. Ein hoher Betrag musste gezahlt werden, nur um wieder zu hören, dass alles neu eingereicht werden muss, diesmal in digitalisierter Form. Wenn sich die gesamte Bildungsarbeit neu strukturieren soll, dann muss das Schuldorf zurück zu den Zahlen von 2019 kommen, was aber ohne die Halle nicht denkbar ist. Die Baukosten belaufen sich inzwischen auf etwa 250.000,- Euro.

Um realistisch zu sein, müssen wir uns vorrangig auf dieses Projekt beschränken. Damit ist gesagt, dass der fehlende Bauabschnitt der neuen Schule Estância zurückgestellt werden muss. Die Grundschule kann in der jetzigen Räumlichkeit untergebracht werden. Natürlich bedeutet es eine Reduzierung der Schülerzahl. Wie dem auch sei, nur ein gut frequentiertes Schuldorf garantiert mehr Freiplätze.

Die Irmandade stagniert nicht, mitarbeitende Christen wollen Mitglieder werden, können sich mit den Zielen der Irmandade identifizieren und ihren Auftrag darin sehen, ihre besten Jahre genau hier zu investieren. Das Jahr 2021 werden wir wohl mit etwa 60 Mitgliedern beenden.

Auch unterstützen wir die Marburger Mission in Brasilien und sind gespannt, was in den nächsten Jahren daraus werden kann.

Die Herausforderung zur Nachhaltigkeit und finanziellen Sanierung der Irmandade geht über den Bau der dringend notwendigen Halle hinaus. Die eigenen, erarbeiteten Mittel und die Beiträge unserer Freunde werden einer wachsenden Zahl von Kindern ohne Chancen eine Tür in die Zukunft öffnen. Das ist und bleibt unser Ziel.
Die Umstände in Brasilien sind nicht geeignet, Hoffnung zu wecken. Aber wer soll hoffen, wenn nicht wir? Hoffnung erzeugt Erwartung, die uns bewegt und mobil macht.

Mit viel Dank im Namen aller Mitglieder der Irmandade

Gabriele Kumm 

 

Liebe Freunde der Irmandade,

am vergangenen Freitag hatten wir die Frühjahrssitzung des Spendenrates Brasilien. Wir freuten uns, dass Schwester Gabriele dabei sein konnte, was im Frühjahr meistens der Fall ist. So hörten wir aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Irmandade.

Dies ist auch immer der Zeitpunkt, den Jahresabschluss des vorigen Jahres auszuwerten. Darum an dieser Stelle auch für Sie die aktuellen Zahlen.

Eingegangen sind im zurückliegenden Jahr 232.765,- € an Spenden, darunter eine Erbschaft in Höhe von 55.000,- € und 40.000,- € aus einer Stiftung. Rechnet man diese beiden großen Posten heraus, die ja nicht regelmäßig kommen, ergibt sich die gewaltige Summe von 175.765,- €, die wir Ihnen, unseren Freunden, 2020 zu verdanken haben.

Für Aufwendungen in Deutschland sind 9.243,- € geflossen (Prospekte, Kontoführungsgebühren, Pflege der Homepage, Porto, Versicherung). Wir überweisen nach wie in großen Summen nach Brasilien, sobald die Mitglieder drüben ein Signal geben.

Viele Freunde und Spender engagieren sich nicht nur schon viele Jahre, sondern sogar bis zu drei Jahrzehnten für die Irmandade, was mich staunen lässt. Unser Dank gilt Ihnen allen, die Sie gerade im Jahr 2020 die Geschwister der Irmandade in Erstaunen versetzt haben mit den Summen, die wir überweisen konnten.

Im Freundesbrief finden Sie diesmal auch einen Prospekt, der die Irmandade vorstellt. Zu beginn der Pandemie haben wir ihn fertiggestellt und bisher nicht versenden können. Das wollen wir gerne nachholen. Sie können weitere Exemplare anfordern, wenn Sie Möglichkeiten der Weitergabe sehen.

Ihnen allen auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön für einen regen E-Mail-Austausch im zurückliegenden Jahr, für Telefonate und Briefe. Bleiben Sie mit uns verbunden!

Christine Muhr

 

 

 

 

Juni 2021, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade,

in diesen Tagen nach Deutschland zu fliegen, noch dazu aus einem Varianten-Gebiet wie Brasilien, erfordert starke Nerven. Schw. Anne Steininger und ich haben es geschafft und sind mit negativem Testergebnis durch die Kontrollen gekommen. Jetzt befinden wir uns für 14 Tage in Quarantäne. Verglichen mit Erfahrungen in Brasilien erlebe ich hier eine entspannte Lage, für die ich dankbar bin. Welche Begegnungen möglich sein werden, kann noch niemand sagen. Sonst waren alle Termine auf Monate festgelegt, ein Zeichen, dass auch hier die Normalität noch nicht zurückgekommen ist.

Vor meinem Abflug hatte ich eine wirklich schöne Aufgabe: ein Kurs zur Einführung für Kandidaten zur Aufnahme in die Irmandade. Vier verantwortliche Mitarbeiter aus dem Erziehungsbereich und ein Ehepaar von der neuen Schule stehen vor diesem Schritt. Die erste Einheit ist eine Einführung in die Geschichte der Diakonie und damit in die Geschichte des DGDs (Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband) und den Anfängen der Irmandade in Brasilien.

Die Pandemie hat uns die Zeit nutzen lassen, um unsere Geschichte aufzuschreiben. Daraus ist ein Heft mit 116 Seiten geworden. Viele unserer bald 60 Mitglieder sind jung und wissen wenig. Im Einführungskurs habe ich die Lage in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg beschrieben und war erstaunt, wie eindringlich die Hörer nachfragten. „Wie ist es den Deutschen gelungen, nach dem Zusammenbruch wieder ein so starkes Land zu werden?“

Was hätten Sie geantwortet? Dahinter stand die Ermüdung im Blick auf die Entwicklung in ihrem Land. Daher habe ich versucht, ihnen positive Gesichtspunkte ihres Landes aufzuzeigen. Leider hat die Pandemie mit den bisher 467.700 Todesopfern das Lebensgefühl bestärkt, als käme es auf das Leben des Einzelnen nicht an. Leben oder Sterben.

Das positive Echo auf die Reise durch die Geschichte ermutigt. In den nächsten Einheiten gibt es noch viel Stoff, aber alle Sechs erweisen sich im Alltag als zuverlässig und kompetent, auch gerade in den Spannungen und Sorgen dieser Phase der Pandemie.

Nach wie vor gilt Ihnen unser Dank und die Bitte, dass Sie alle gesund bleiben mögen

Ihre Gabriele Kumm

 

 

 

 

Mai 2021, Schwester Gabriele Kumm

Kinder eines Kinderheimes verbringen einen Nachmittag auf der Estancia.

Liebe Freunde der Irmandade,

gibt es auch gute Erfahrungen in dieser schrecklichen Pandemie? Heute am Ende dieses Tages wird in Brasilien die Zahl von 400.000 Todesopfer erscheinen. Bisher starben in den Monaten des laufenden Jahres mehr Menschen als im ganzen Jahr 2020.

Nun zur Beantwortung der Frage: ja es gibt sie. Was ist uns zum Gewinn geworden? Unsere gut funktionierende Administration wurde kräftig durchgeschüttelt und musste sich ganz anderen Fragen stellen. Gebet und Freunde wurden noch viel wichtiger, als sie es immer schon waren. Wir als Diakonissen haben viel mehr gute Zeit miteinander verbracht.

Die Mannschaft im Hotel unter der Leitung von Sr. Ester Persike hat alle Vorschriften für Corona mehr als gründlich durchgesetzt und mit vollem Einsatz einen Ort der Zuflucht für die Curitibaner geschaffen. Kein Tag ohne Gäste!

Kein Zwischenfall mit Corona von Juni 2020 bis jetzt in unseren Einrichtungen. Das können wir auch von allen Mitarbeitern und Mitgliedern sagen. Nur unsere Ärztin Luisella Ximenes hat sich in ihrem Dienst gleich zweimal angesteckt.

Da unsere Schulen geschlossen sein mussten, – wir unterrichteten online – gab es die Sorge um die Versorgung von Kindern und ihren Familien. Wir konnten im Laufe dieser Monate immer wieder Lebensmittel an die Familien weitergeben. Die Hausaufgaben wurden abgegeben und die Lebensmittel mit nach Hause genommen.

Und unsere Finanzen? Es gab eine starke Reduzierung der Einnahmen bei gleichbleibenden Kosten. Die größten Beträge sind die Gehälter der Lehrkräfte. Wir haben ein differenziertes System von Lehrern, Praktikanten und weiteren Hilfskräften, damit die Begleitung der Kinder gelingt. Die Klassen bzw. Gruppen sind doppelt besetzt, denn die Inklusion vieler Schüler mit Einschränkungen braucht mehr Förderung und damit mehr Mitarbeitende. Das zeigt sich auch in der Gesamtsumme der Gehälter.

Die Regierung ermöglicht eine Reduzierung von Arbeitszeit und Gehalt. Wenn es klappt, zahlt sie vielleicht einen Anteil zurück. Wir sehen darin keinen Weg, zumal der Unterricht weitergehen muss. Unsere Lehrkräfte haben auch Familie. Im Durchschnitt beträgt das Gehalt nämlich nur etwa 320,00 Euro monatlich.

Von 815 Kindern haben zurzeit 381 Kinder Freiplätze. Die Prüfer der Regierung haben den Wert dieser Leistungen für das Jahr 2020 mit 705.000,- Euro berechnet. Im Jahr 2021 sind die Zahlen identisch.

Darum gilt unser besonderer Dank allen Freunden und Gebern, die uns das ermöglicht haben. Mehr denn je waren wir darauf sehr angewiesen, da die Pandemie unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten stark reduziert hat. Gott segne Sie mit Gesundheit und Zuversicht.

 

Im Namen aller Mitglieder

Ihre Gabriele Kumm

 

 

 

Febr. 2021, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade Betânia,

Escola Aldeia Betânia

Escola Aldeia Betânia

ein Blick in die Statistik heute Morgen zum Thema Corona: Seit dem 17. Januar 2021 sind 3,5 Millionen Brasilianer geimpft, allerdings bei 207 Millionen Menschen noch unter 2 %. Ernüchternd die Zahl der Neuinfektionen in 24 Stunden von 77.000 und die Gesamtzahl an Todesopfern von 231.000. Dennoch hat man den Eindruck, für viele Brasilianer ist das Thema nicht mehr verbindlich.
Wir in der Irmandade sind nicht ganz so gelassen, denn wir wissen, dass eine Reihe von Kranken mit dem gefährlichen Virus von Manaus nach Curitiba in die Krankenhäuser verlegt wurden. Den Impfstoff produziert Brasilien selbst und verfügt über ein gut ausgebautes Netz von Impfzentren. Meine Überzeugung: Wenn man in Brasilien will, gibt es erstaunlich gute Ergebnisse.
Vielleicht versteht man das unter einem „Schwellenland“, sicher auch nicht nur vom Willen abhängig, aber eine gute Entwicklung ist möglich.

Seit 2006 gibt es die Gruppe „BRICS“ – Länder Brasilien/Russland/Indien/China/Südafrika. Der Zusammenschluss sollte einen Sprung in der Entwicklung dieser Staaten ermöglichen. Viel hört man hier nicht darüber. In einer Welt, in der die Konflikte ständig zunehmen, und die Flüchtlingslager zu Daueraufenthalten für zu viele Menschen werden, besonders für Kinder, gewinnen wirtschaftliche und politische Fragen auch für die Diakonie eine große Bedeutung.
Als gemeinnützige Einrichtung verstehen wir uns als Partner der Regierungen. Dabei spüren wir sehr deutlich, wie sehr diese Beziehung von Misstrauen geprägt ist. Korruption verschlingt nicht nur Unsummen von Geldern, sondern vergiftet auch die Ebene der Kooperation, die zugunsten der Menschen wichtig wäre. Hier spricht man vom dritten Sektor: der 1. der öffentliche wie Regierungen; der 2. private Unternehmen und der 3. Sektor die gemeinnützigen Einrichtungen. Nach der Verfassung ist es dem Staat untersagt, Steuern zu fordern von den Bereichen Bildung, Gesundheit und Religion u.a. Dieses zugesagte Recht auf Steuerentlastung wird uns nur zuteil, weil wir eine Fülle von Forderungen erfüllen, die Kosten verursachen und die Freiheit in der Gestaltung unserer Arbeit manchmal einschränken.

In unserer Kindertagesstätte in der Vila Zumbi gab es eine einschneidende Veränderung: Tãnia Muniz Oliveira, Direktorin der Einrichtung seit ihrer Eröffnung, hat nach 20 Jahren intensiver Tätigkeit ihre Aufgabe aufgrund ihres Alters und ihrer Gesundheit abgegeben. Sie hat der Einrichtung eine Prägung gegeben, die alle sehr schätzen. Denise Lau wird für die nächsten Monate sowohl die neue Schule als auch die Kindertagesstätte leiten und die Nachfolgerin begleiten.

Wir haben alle Freiplätze im Bildungsbereich erhalten können und danken Ihnen für die großartige Hilfe in 2020. Das ermutigt uns für 2021.

Ihre dankbare Gabriele Kumm und alle Mitglieder der Irmandade

 

 

 

Jan 2021, Schwester Gabriele Kumm

„Freunde der Araukarie“, eine Gruppe in der neuen Einrichtung

Kalender werden ausgewechselt, neue Losungen, alles neu im Jahr 2021? Sicher ist, dass wir den Januar 2021 noch nie so gelebt haben. Die Jahresplanung ist eigentlich nicht wirklich eine Planung, eher müssen wir sehen, wie es mit dem Virus wird …

2020 wäre unser Fest der 40 Jahre Irmandade in Brasilien gewesen – erst in Brasilien und dann in Deutschland. Es wurde nichts daraus. Also auf den April 2021 verschieben. Doch inzwischen sehen wir auch dafür keine Chance. Der Gospelchor hatte bereits für den Freundestag in Marburg zugesagt. Und wieder entscheiden das Virus und die Impfung. Keine Chance!
Hier in Brasilien haben wir die Übersicht verloren. Keine Ahnung, die wievielte Welle uns schon überrollt hat und was noch kommen wird, von Impfvorbereitungen o.ä. ganz zu schweigen.
Das Schuldorf hat mit viel Einsatz 400 Familien gewinnen können, die ihre Kinder für das kommende Schuljahr angemeldet haben – mehrheitlich im Grundschulalter, unser Kindergarten hat bis jetzt nur zwei Gruppen gefüllt. Die Eltern sind sehr zögerlich und warten ab.

Es bleibt bei 300 Kindern in der Kindertagesstätte, in der neuen Schule bei zwei Gruppen. Wenn es gelingt, Paten zu finden – möglichst auch Firmen, die ihre soziale Verantwortung zeigen wollen und gleich eine Gruppe Kinder übernehmen, das ist mein Traum – können wir mehr aufnehmen.

Am 18. Februar d.J. soll der Betrieb wieder anlaufen. Dennoch gibt es bisher keine offizielle Bestätigung von staatlicher Seite.

Das Hotel mit der Auflage, nur 50% der Kapazität zu nutzen, hat eine gute, ja, sogar sehr gute Nachfrage, so dass die Mannschaft kostendeckend arbeitet und noch etwas übrigbleibt

Die Coronapandemie hat uns das Fürchten gelehrt! Die Irmandade kam in gefährliche Gewässer, so dass wir uns fragten: Was tun, wenn wir nicht zahlungsfähig bleiben? Ohne Übertreibung kann ich sagen, es kam ein Rettungspaket von unseren Freunden und hat uns in der ernsten Krise das Durchhalten ermöglicht

Ihnen allen unseren Dank, verbunden mit den Wünschen dieser Zeit um Gesundheit und baldiges Impfen.

Ihre Gabriele Kumm

Aktuelles

Gemüse aus eigenem Anbau

Gemüse aus eigenem Anbau

Auch das gibt es in der Creche Betânia: einen kleinen Garten. Nun konnte der erste Salat geerntet werden.

Geschenke zu Weihnachten

Geschenke zu Weihnachten

Tierliebe wird zu Kinderliebe. Die Tierärztin Lilian entdeckt ihre Verantwortung für die Kinder in der Favela Zumbi und beschenkt sie zu Weihnachten.

Ein Gruß von Denise Caron

Ein Gruß von Denise Caron

Die Präsidentin der Irmandade Evangèlica Betânia in Curitiba in einem kurzen Grußwort an die deutschen Freunde und Spender

Drive through

Drive through

„Drive through“ am 26. September 2020 in der Schule Escola Betânia in Curitiba.

Nahrungsmittel verteilt

Nahrungsmittel verteilt

Am 9. Mai d.J. konnten zum ersten Mal Lebensmittelpakete an bedürftige Familien in der Vila Zumbi abgegeben werden. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der Presbyterianischen Kirche.

Jubiläumstag 24. Mai 2020

Jubiläumstag 24. Mai 2020

Die für den 24. Mai d.J. vorgesehene Feier anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Irmandade Betânia muss leider abgesagt werden.

Jubiläum 24. Mai 2020

Jubiläum 24. Mai 2020

Hier finden Sie die Einladung zum Jubiläumstag am 24. Mai 2020 in Marburg. Wir freuen uns auf gute Begegnungen.

Kontakt

Freundeskreis Irmandade Betânia
Diakonisse Christine Muhr
Hebronberg 1 | 35041 Marburg

06421/8050
brasil@hebron.dgd.org

Spenden

Sonderkonto Brasil im DGD e.V.
IBAN: DE22 5335 0000 0030 0003 15
SWIFT-BIC: HELADEF1MAR