»Wir brauchen unsere Freunde, damit sie unsere Träume teilen.«

Denise Caron, Präsidentin der Irmandade

Freundesbrief

August 2019, Schwester Gabriele Kumm

 

 

Liebe Freunde,

als Irmandade sind wir u.a. auch Arbeitgeber für 215 Mitarbeiter, davon die meisten im Schulbereich. Diese verfügen über eine gute Ausbildung, meistens ein Studium in Pädagogik, Sport, Sprachen oder Verwaltung. Der Schulbetrieb ist weitaus geordneter als der Gästebetrieb. Unser Schuljahr ist das Kalenderjahr. Man weiß also schon Anfang des Jahres, wie sich die Schülerzahlen entwickeln und was das finanziell bedeutet.  

Anders sieht es im Gästebereich aus. Hier geht es jeden Monat darum, die nötige Zahl an Gästen zu gewinnen. Das Personal kommt zum größten Teil nicht von der Uni, sondern aus der Favela. Seit vielen Jahren bieten wir Kurse zur Einführung ins Hotelfach an. Damit haben viele arbeitslose Erwachsene den Einstieg in die Arbeitswelt geschafft. Im Monat Juli hatten wir eine sehr gute Belegung.

Nun geht es darum, mit der Mannschaft in Restaurant und Küche der Estância eine gute Servicequalität zu sichern und dabei sparsam zu wirtschaften. Unser Ziel ist es, die neue Schule auf dem Gelände mit zu finanzieren. 

Bis Ende des 19. Jahrhunderts haben Sklaven den Haushalt der reichen Großgrundbesitzer in Brasilien versorgt. Danach kamen die Hausmädchen, denen ging es auch nicht viel besser. Heute sind sie etwas geschützter. Zurzeit rechnet man mit 7 Millionen Haushaltshilfen. Da wundert es nicht, dass die Arbeit im Hotelgewerbe nicht hoch bewertet wird.

Wir fördern sehr bewusst diesen Bereich, weil er Menschen Zugang zur Arbeit gibt, die keine Schulbildung nachholen können. Diakonie als Sprungbett zur beruflichen Qualifikation und damit zu einem wenn auch kleinen regelmäßigen Verdienst hat für manche Kinder die Familie erhalten.

Die allgemeine Situation im Land ist angespannt und nicht zu kalkulieren. Noch löst die neue Regierung ihre Versprechen nicht ein. Wir arbeiten mit viel positiver Erwartung intensiv weiter und tun was wir können.

Unser Dank gilt allen großzügigen Freunden. Heute ist Carol, verantwortlich für die Buchung der Spenden, zum Besuch bei unserm Freundeskreis in Paraguay. Bis Asunción geht es mit dem Flugzeug, dann folgen noch 500 km mit dem Wagen zu den Mennoniten-Kolonien im Chaco, wo unsere Freunde leben. Mal eben die Besucher vom Flughafen abholen und wieder hinbringen sind hier 1000 km, die sie aber selbstverständlich zurücklegen.

Alle Anstrengungen und Gebete richten sich auf den Start der neuen Schule. Es liegt nur an der Abteilung Bildung des Landes Paraná.

Mit meinem Dank verbinden sich alle Mitglieder der Irmandade

Ihre Gabriele Kumm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April 2019, Schwester Gabriele Kumm

 

 

 

 

Am 31. März d.J. konnte bei schönstem Herbstwetter die Einweihung der neuen Schule der Irmandade Betânia gefeiert werden. Das Mehrzweckgebäude und der Kindergarten sind fertig. Nur die Grundschule bleibt für eine zweite Bauphase.
Gut 300 Personen staunten über das Ergebnis einer relativ kurzen Bauzeit. Ein Freund, Landschaftsgärtner mit einem großen Betrieb 800 km weiter im Süden Brasiliens, hatte die Anlagen für den Vorplatz mit starkem persönlichem Einsatz überraschend schön gestaltet. Oberinnen und Direktoren der Diakonissenhäuser des DGD-Netzwerkes nahmen im Rahmen ihrer Internationalen Konferenz, diesmal in Curitiba, an der Einweihung teil. Da aus diesem Kreis viel Unterstützung für den Bau kam, war es sehr sinnvoll, nun das Ergebnis vor Ort zu sehen.

Vertreter der Stadt Colombo, Bürgermeisterin und Abgeordnete, brachten die gelungene Partnerschaft mit der Irmandade zum Ausdruck. Colombo wird auch als “Schlafzimmer” der Stadt Curitiba bezeichnet, wo man arbeiten, aber nicht wohnen kann. Der “Gürtel” der Vorstädte Curitibas beherbergt 1,8 Millionen Menschen. Ein Kirchenchor und kurze Grußworte sorgten für ein gelungenes Programm. Beondere Aufmerksamkeit galt Joyce, einer ehemaligen Schülerin der Kindertagesstätte Betânia, jetzt Studentin der staatlichen Universität. Sie betonte, welche Bedeutung die Kindertagesstätte für ihre Entwicklung gehabt hatte. Ein Tag der staunenden Dankbarkeit.

Was bleibt als ein Hinweis für alle, die es hören konnten? Zeichen der Hoffnung setzen, ist auch dann noch möglich, wenn die Mittel dafür nicht vorher zur Verfügung stehen.

Wenn alles fertig ist, können 400 Kinder einer armen Siedlung eine gute Bildung als Start in ihr Leben mitnehmen. Für jeden weiteren Schulpaten ist die Irmandade dankbar.

 

 

 

 

 

November 2018, Schwester Christine Muhr

Von drei Dingen, die den letzten Monat prägten, wollen wir an dieser Stelle berichten:

Die Mitglieder der Irmandade schauen auf ein sehr gelungenes gemeinsames Wochenende zurück. Schwester Marly und Freunde aus Paraguay waren mit dem Auto angereist. Einige Jubiläen wurden gefeiert, so auch Schwester Marlys 40-jährige Zugehörigkeit als Diakonisse zur Irmandade, aber auch 25-, 15- und 10-jährige Jubilare wurden bedacht. In diesem Zusammenhang fanden Neuwahlen für den Vorstand der Irmandade statt. Zum Vorstand gehören jetzt Josue Hioki, Schwester Ester Persike, Mauren Neufeld, Denise Lau und Denise Caron, die Präsidentin der Irmandade. Ebenso wurde der interne Kontrollrat gewählt. Sehr erfreulich: Ein junges Ehepaar konnte in die Gemeinschaft aufgenommen werden, so dass jetzt 58 Mitglieder dazugehören.

Ein weiteres Großereignis was die Auszeichnung der Irmandade durch die UNO. Die Irmandade gehört gleich in mehreren Bereichen zu den Preisträgern unter den diesjährigen Qualifikanten im Blick auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. So wurde die Kindertagesstätte im Bereich hochwertige Bildung ausgezeichnet. Hier sehen Sie Tanja Muniz De Oliveira, die die Urkunde für die Kindertagesstätte Betânia entgegennimmt. Erstmals wurde die Irmandade als solche im Bereich gemeinnützige Organisationen bewertet und erhielt eine Auszeichnung.

Der Schulneubau geht weiter und nimmt Gestalt an. An dieser Stelle danken wir allen Spendern für ihre Unterstützung. Wir sind überwältigt von so viel Engagement, Ideen und Ermutigung, die uns bisher 2018 erreichten. Von Herzen Dank. Im Bild: Die Verantwortlichen der bestehenden Kindertagesstätte besuchen Anfang Nov. d.J. den Bau.

Mit diesen wenigen Impressionen grüßen wir herzlich aus Marburg.

Ihre Christine Muhr

 

 

 

August 2018, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade,

Sie werden aus den Nachrichten wissen, dass ein Kandidat für das höchste Amt im Land eine relativ hohe Strafe im Gefängnis absitzt und doch die besten Ergebnisse in den Umfragen erreicht. Gibt es keinen, der zu der Gruppe der “ficha limpa” (salopp „reine Weste“) gehört und wo keine Anklagen laufen wegen Korruption? Wo sind die Brasilianer, die in keiner Weise mit in denselben Topf gehören? Die mit größter Anstrengung arbeiten, unter schwierigsten Bedingungen die Versorgung garantieren? Es gibt sie, aber das politische System ist so programmiert, dass schon auf der kommunalen Ebene kein Platz für aufrichtige und transparente politische Arbeit ist.

Es ist bekannt, wir bauen!

Die neue Einrichtung liegt ganz in der Nähe der Siedlung Monte Castelo mit etwa 15.000 Bewohnern und es werden immer mehr. Inzwischen konnten wir ein Ehepaar gewinnen, das viel Erfahrung im Bereich missionarisch-diakonischer Arbeit in solchen Siedlungen mitbringt. Sie haben eine gute Hand für Kinder und Teenies und werden die Familien besuchen und beraten. Wir werden keine eigene Kirche gründen, wohl aber mit den bestehenden Kirchen vor Ort zusammenarbeiten. An ihnen fehlt es gewiss nicht, aber eine am Wort der Bibel orientierte Lebensgestaltung ist ein langer Lernprozess.

In diesem Monat bieten wir in der Siedlung Monte Castelo einen Einführungskurs im Hotelfach an. Damit verbinden wir für die Bewohner das Ziel, ihre Perspektive für eine realistische Arbeitsmöglichkeit zu erweitern. Nicht selten wird auch dadurch ein neues Wertbewusstsein gefördert. So findet  mancher aus seiner Apathie heraus. Ein Besuch in unseren Gästehäusern ist geplant. Bei dieser Gelegenehit können sie auch den Schulbau für ihre Siedlung besichtigen. Die Erfahrung, dass für ihre Kinder etwas ganz Neues gebaut wird, schafft eine gute Voraussetzung für die Schule. Es werden, wenn alles so läuft wie geplant, 400 Kinder aufgenommen werden, je 200 in Kindergarten und Grundschule mit Ganztagsversorgung inclusive drei Mahlzeiten am Tag.

Dafür benötigen wir Paten – und nicht wenige. Wir haben dieses Projekt gewagt, wohl wissend, dass wir es wie kein anderes nur mit Hilfe vieler Paten finanzieren können. Vielleicht kennen Sie Menschen, die gerne in eine gelingende Zukunft für Kinder investieren.

Für alle Verbundenheit und Unterstützung dankt herzlich

Ihre Gabriele Kumm

Juli 2018, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade,

wie erlebte ich Deutschland? Bei meiner Ankunft in Frankfurt im Mai d.J. hörte ich schon auf dem Flughafen, wie schlimm es in Deutschland zugeht. Die Merkel müsse weg. Da hätte ich gerne gesagt: „Dann nehme ich sie mit nach Brasilien!“ Aber ich hatte keine Chance, auch nur ein Wort anderer Denkweise zu sagen. Ganz so sicher ist es nicht, dass Angela Merkel in brasilianischen Verhältnissen gut regieren könnte. Mich beschäftigt die Frage, wer die „Gewinner” in der wirtschaftlichen und politischen Misere Brasiliens sind?

Ich frage mich auch, wo die gebildeten Leute sind, wo die sind, für die Respekt und Recht noch gültige Maßstäbe sind? Ob sie denken, sie hätten mit dem Chaos in Brasilien nichts zu tun? Niemand kann sich der Zuständigkeit für das Gemeinwohl entziehen, wenn es auch ihm wohl ergehen soll. Vielleicht ist es eine allgemeine menschliche „Krankheit”, sich auf eigene Interessen zu reduzieren. Diesen muss alles dienen und für sie – so scheint es – ist langsam alles erlaubt.

Unsre neue Schule ist im Bau, die Kinder werden bereits für 2019 eingeschrieben, bisher noch eine überschaubare Zahl. Wenn der volle Betrieb läuft, sollen es 400 Kinder sein, ein großer Anteil mit Freiplätzen und finanziert von Schulpaten aus Brasilien und Deutschland.

Bewegt von Hoffnung gemeinsam etwas für Kinder tun, d.h. nicht reduzieren, sondern die Hoffnung als Zukunft konkret werden lassen, das wollen wir. Darum ein neues Projekt, darum auch noch etwas Neues, für das wir Freunde brauchen, weil wir es allein nicht können.

Es gibt „Gewinner” von Korruption, Kriminalität und Machtmissbrauch. Aber irgendwann kann sich alles ändern und die Nutznießer des korrupten Systems werden zu Opfern. Aber Brasilien braucht heute Menschen, die Zeichen der Hoffnung sind und die heute glaubwürdig zu einer Ab- und Umkehr vom Missbrauch der Macht führen.

Für alle Verbundenheit und Unterstützung dankt herzlich

Ihre Gabriele Kumm

Mai 2018, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade,

Zeit ist die wichtigste Voraussetzung für alles, was wir tun wollen – geschenkte Zeit und erfüllte Zeit. Auch wir Menschen können Zeit schenken.

Ich möchte ein Mitglied der Irmandade vorstellen: Mara Lau. Sie ist nicht berufstätig, hat aber über viele Jahre in ihrer Kirche intensiv mitgearbeitet. Ihre Tochter Denise Lau war viele Jahre als Lehrerin im Schuldorf tätig und ist heute in der Leitung der Kindertagesstätte. Seit Beginn der Planungen des neuen Projektes ist dies ihre Hauptaufgabe. Durch ihre Tochter Denise lernte Mara Lau die Irmandade kennen. Sie hat zuerst im Bereich Seelsorge und Mission viel Zeit eingesetzt und dann jeden Samstag in unserem Programm für die Kinder und die Familien aus der Siedlung Zumbi dos Palmares mitgewirkt.

Als Irmandade haben wir dann den Schritt getan, uns den Zielen der UNO für 2030 zu verpflichten. Dafür brauchten wir jemanden, der uns bei dieser Organiation vertritt. Mara Lau hat das mit viel Kompetenz getan. Seitdem haben wir uns schon  mehrere Jahre prüfen lassen, ob wir weiterhin für die Erreichung der Ziele im Blick auf Bildung relevant sind. Mara Lau hat dieses Thema allen im Bereich der Irmandade Tätigen nahegebracht.

Mit dem neuen Schulprojekt für die Siedlung Monte Castelo verbinden sich viele neue Aufgaben. So der Besuchsdienst bei den Familien, die Kinder als zukünftige Schüler haben – ein ganz neues Feld für den seelsorgerlichen und missionarischen Bereich. Und wer stellt sich dafür zur Verfügung? Mara Lau! Zeit, gefüllt mit Liebe zu Gott und den Menschen, das Beste was wir zu geben haben.

Pastor Fred Bornschein, der in der Missionskirche, die aus der Arbeit der Marburger Brasilien Mission entstanden ist, tätig war, später in der Freien Evangl. Gemeinde und seit 1999 zur Irmandade gehört, hat ein Buch über Diakonie geschrieben und ausgeführt, was es bedeuten kann, sein Leben zu geben. Unser Leben ist zuerst auch unsere Lebenszeit. Die Bewältigung der Aufgaben der Irmandade sind nicht ohne diesen Einsatz zu denken.

Ihnen als unseren Freunden danken wir für alle Formen der Unterstützung,

Ihre Gabriele Kumm

Februar 2018, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade,

wenn es in den Februar geht, kommt das Leben in Brasilien wieder ein bisschen in Gang, aber noch mit angezogener Handbremse. Karneval steht vor der Tür und erst danach, in der zweiter Februarhälfte, normalisiert sich alles. Ganz Brasilien hat zur selben Zeit Ferien.

Im November 2017 haben etwa sechs Millionen Brasilianer an staatlich organisierten Prüfungen teilgenommen. Die Ergebnisse entscheiden mit bei der Vergabe von Studienplätzen. Mit Fernstudium sind es vielleicht fast eine Million Studienplätze, die vergeben werden. Um studieren zu können, müssen die meisten Studenten wenigstens sechs Stunden pro Tag arbeiten. Die größte Zahl studiert ab 19.00 Uhr abends. “Unsere” Norriele hat einen Studienplatz gefunden, der bezahlbar ist und am Vormittag wahrgenommen werden kann. Das ist eine große Entlastung, weil diese Tageszeit sehr viel sicherer als die Nacht ist. Sie kann in der Nähe der Uni arbeiten und muss dann am Abend lernen.

Wir freuen uns, dass wir in der Tagesstätte immer wieder Anfragen von ehemaligen Schülern und Angestellten haben, Beziehungen und Verbundenheit, die bleiben. Ehemalige Lehrkräfte haben nach ihren Aussagen viel an Anregung mitgenommen, die sie in anderen Aufgaben einbringen können. Das ist genau unser Anliegen, über unseren Bereich hinaus zu wirken.

Im Schuldorf und in der Tagesstätte stehen zwei stramme Wochen der Fortbildung auf dem Programm. Nur so können wir die Qualität der pädagogischen Arbeit halten.
Politisch zeigt sich kein Ausweg aus der Sackgasse. In zweiter Instanz wurde der Expräsident Lula verurteilt. Das könnte zumindest für alle deutlich machen, die Zeiten haben sich geändert.

Wir hoffen sehr auf eine neue Führung für das Land, aber zu sehen ist vorerst nichts. Aber wenn wir keine Hoffnung mehr haben, wer dann?

Im März werden wir nun mit dem Bau der neuen Schule beginnen können, nachdem die Bauabteilung der Stadt Colombo wieder arbeitet und auch viele Nachforderungen gestellt hat. Wir müssen lernen, Schulpaten zu gewinnen, damit wir Kinder ohne Kosten für die Eltern aufnehmen können. Ich weise gerne auf unsere Homepage hin, in der viel Information zu finden ist. Helfen Sie mit, Kindern einen hoffnungsvollen Start ins Leben zu ermöglichen.

Mit Freunden an der Seite gehen wir zuversichtlich ins Jahr 2018. Gott segne Sie,

Ihre Gabriele Kumm

Januar 2018, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde der Irmandade,

In Abwandlung eines Sprichwortes gehen wir vielleicht so ins Jahr 2018: Zuversicht ist, wenn man trotzdem hofft!

Die guten Nachrichten muss man sich selber suchen, die niederdrückenden bekommt man ins Haus geliefert. Ungeachtet der bleibenden schlechten Wirtschaftslage konnten wir das Jahr 2017 mit einem zufriedenstellenden finanziellen Ergebnis abschließen. Für 2018 sind wir ermutigt, weil wir nicht allein auf dem Weg sind, sondern von Ihnen als treuen Freunden begleitet werden. Das bedeutet uns sehr viel und dafür danken Ihnen von Herzen.

Von Mitte Dezember bis Mitte Februar 2018 funktioniert das Land auf Sparflamme. Das verlangsamt alles und erfordert Geduld. Trotzdem hoffen wir, mit den Erdarbeiten für die neue Schule endlich beginnen zu können. Die Stadtverwaltung hatte uns diesen Bauabschnitt als ihren Anteil zugesagt. Nun warten wir darauf, dass sie es auch tut.

Wir hoffen, im Frühjahr 2019 in der neuen Schule mit der ersten Gruppe Kinder beginnen zu können. Dafür brauchen wir einen zügigen Verlauf des Baus und die nötigen Mittel, die noch nicht alle garantiert sind.

Die Sommerferien (Dez. bis Mitte Febr.) sind für alle Schulen im Land zur gleichen Zeit. In die letzten Wochen der Ferien fällt immer die Fortbildung für die Lehrkräfte. Ohne diese Investition in unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen könnten wir das nötige Niveau der Unterrichtsqualität nicht halten bzw. stabilisieren.

Im Schuldorf haben wir Baupläne für eine Halle entwickelt. Sie ist dringend nötig für die gut 600 Schüler, um gemeinsam Schulveranstaltungen zu begehen. Bisher geht das aufgrund des Platzmangels nicht. Wir bemühen uns um die Finanzierung

Das Hotel war über Weihnachten und Neujahr voll belegt und wir konnten die Gäste zu Momenten des Innehaltens und der Reflektion einladen. Manche Gäste kommen gerade deshalb, weil es ein christliches Angebot gibt und wir das Evangelium verkündigen.

Ihnen allen wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr, verbunden mit unserem herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Ihre Gabriele Kumm

Dezember 2017, Denise Lau

Liebe Freunde der Irmandade,

ein reiches Jahr geht zu Ende. Die Kindertagesstätte Betânia hat die 20 Jahre ihres Bestehens gefeiert. Nach so vielen Jahren den Weg zurück zu bedenken, war eine ermutigende Erfahrung. Aber wir sind auch herausgefordert. Dennoch steht der Dank an erster Stelle.

Wir sehen 1.500 Kinder, die nun in ihre eigenen Lebensräume gehen, bedenken ihre Entwicklung und was wir ihnen für ihr Leben mitgeben konnten. Dazu gehören auch die christlichen Werte, die sich auf Jesus Christus gründen. Wir sind sehr dankbar, dass dies möglich war.

So haben wir im August mit den aktuell 300  Kindern, die die Kindertagesstätte besuchen, und ihren Familien und Freunden  einen Dank-Gottesdienst veranstaltet. Eine besondere Freude war das Kommen ehemaliger Schülerinnen und Schüler, die inzwischen im Studium sind oder schon eigene Familien gegründet haben. Einige haben ihre Geschichte erzählt und von ihrer Entwicklung berichtet.

Im Oktober haben wir zu einem Benefiz-Abendessen eingeladen. 170 Personen haben die Einladung gekauft. Der finanzielle Erlös kam unserer Einrichtung zugute. Das Programm vemittelte etwas von dem Ergebnis unserer Arbeit und hat Teilnehmer bereit gemacht, das Projekt der neuen Schule mit Geld- und Sachspenden zu unterstützen. Auch das ist eine große Freude für uns.

Wir sind sehr glücklich und sagen: “Bis hierher hat der Herr geholfen!”

Gerne engagieren wir uns auch weiterhin in der Creche Betânia, damit die Geschichte der Irmandade gut weitergeschrieben werden kann. Dennoch bleibt es dabei: Zu allererst geht es um die Kinder, denen wir eine gesunde Grundlage für ihr Leben mitgeben wollen.

Unser Dank schließt auch die deutschen Freunde – besser: unsere deutschsprachigen Freunde in Deutschland, der Schweiz und Paraguay mit ein. Frohe Weihnachten wünscht Ihnen allen im Namen des gesamten Teams der Creche Betânia

Denise Lau

Im Bild von rechts nach links: drei ehemalige Schülerinnen und Schüler, Schwester Anne Steininger, Tanja Muniz (Leiterin der Creche), Denise Lau (stellvertretende Leiterin), Denise Caron (Präsidentin der Irmandade), drei ehemalige Schülerinnen mit der Jubiläumstorte.

November 2017, Schwester Gabriele Kumm

Liebe Freunde und Förderer!

20 Jahre Kindertagesstätte in der Vila Zumbi! Mit vielen guten Gedanken wurde das Fest gefeiert. Der Dankgottesdienst war so gut besucht, dass selbst Stehplätze nicht mehr zu haben waren!

Sichere Orte durch Liebe – das wollen wir Kindern schenken. Liebevolle Zuwendung durch 20 Jahre hindurch bleibt nicht ohne sehr erfreuliche Früchte im Leben der Kinder und ihrer Familien. Dieser Ort wird zum Hoffnungszeichen.

Am 25. Sept.d.J. hatten wir zu einem Benefiz-Abendessen in ein bekanntes Restaurant eingeladen. Wir zahlten nur die Selbstkosten des Besitzers, die Differenz war für die Tagesstätte. Um 200 Personen nahmen teil und viele hörten zum ersten Mal von uns. Es herrschte eine frohe Stimmung und bei allen die Bereitschaft, irgendwie mitzuhelfen. Der Chef einer großen Firma sagte uns zu, alle Türen und Fenster für die neue Schule kostenlos zu liefern. Solche Erfahrungen ermutigen ungemein.

Im Schuldorf ist ein kleines Pony angekommen, auch ein Geschenk und jetzt Mittelpunkt der Kinder. Wir danken sehr für jede Unterstützung. Sie ist die Ursache für die Entscheidung, alle Freiplätze zu halten und mit Hilfe der Schulpaten die Zahl der Kinder noch zu erhöhen, die ohne Kostenübernahme diese Förderung nicht bekämen.

Zum neuen Projekt: Zum Jahresende hoffen wir, mit den Erdarbeiten beginnen zu können.

Vielen Danke für alle Fürbitte. Noch ein wichtiges Anliegen: Etwa 25% der Baukosten sind noch nicht als Spenden eingegangen.

Herzliche Grüße aus dem Frühling in Brasilien,

Ihre Gabriele Kumm

NS.: Sehen Sie mehr unter “Aktuelles”

Oktober 2017, Schwester Christine Muhr

Liebe Freunde und Förderer!

Am vergangenen Wochenende fand das Irmandade-Treffen statt, Mitglieder und Freunde trafen sich im Mutterhaus in Curitiba zu Bibelarbeit, Referat und Austausch. Auch Schwester Marly aus Paraguay war mit Freunden angereist, ein Weg von rund 1000 km.

Dort im Chaco, einem riesigen Trockengebiet im Western des Staates, gibt es eine kleine deutschsprachige Gemeinde, die Schwester Marly neben ihrem Dienst als Psychotherapeutin im Sanatorium der Mennoniten sammelt. Sie sind treue Freunde der Irmandade und fühlen sich den Geschwistern in Curitiba sehr verbunden. Im Juli dieses Jahres haben sie eine Aktion für die Irmandade gestartet und Suppe gekocht und verteilt. Dabei kamen 2000,- EUR zusammen – ein fantastischer Betrag.

An diesem Wochenende wurde auch gefeiert: Schwester Catarina Codeiro gehört seit 50 Jahre zur Gemeinschaft in  Brasilien (August 2917) und bei Schwester Gabriele Kumm rundet sich die Zugehörigkeit im Februar 2018: Vor fünfzig Jahren trat sie in das Diakonissen-Mutterhaus Hebron in  Marburg ein. Im Bild von links nach rechts die Diakonissen Margot Wehr, Ester Persike, Catarino Codeiro, Gabriele Kumm, Terezina de Jesus, Anne Steiningen, Marly Gruhn und Hanni Schein.

Im September waren Schwester Gabriele und ich in Schleswig-Holstein unterwegs. Einzelne Mitglieder des Diakoniewerkes  Kropp sind der Irmandade sehr verbunden. So gab es im Frühjahr des Jahres eine Reise der dortigen Diakoniegemeinschaft nach Brasilien mit dem Ziel, die Arbeiten der Irmandade kennen zu lernen. Unser Gegenbesuch war geprägt von Herzlichkeit und echtem Interesse und hatte zum Ziel, die Arbeit der Irmandade weiter bekannt zu machen und Freunde zu gewinnen – insgesamt eine gute Zeit mit starken Eindrücken, für die wir sehr dankbar sind.

Dem Baubeginn des Familienzentrums Betânia stehen nur noch drei Bäume im Weg – Piñeiros, Wahrzeichen Paranas. Da sie unter Naturschutz stehen, dürfen sie nicht gefällt werden. Ansonsten kann es losgehen.

Damit grüße ich für Oktober und bedankte mich herzlich für Gebete, Interesse und Gaben.

Ihre Christine Muhr

Aktuelles

Musik und Rhythmus

Das große Thema des ersten Schulhalbjahres: Musik und Rhythmus in Brasilien. Die Aufführung zum Halbjahrsende fand viel Anklang bei den Eltern.

Gottesdienst zu Ostern

Es ist schon eine Tradition, der Gottesdienst am Gründonnerstag in der Creche Betânia. Auch in diesem Jahr wurde er mit Kindern und deren Angehörigen gefeiert. Rund 500 Besucher waren der Einladung gefolgt.

Spielen wie zu alten Zeiten

Ein Vierteljahr lang stand das Thema “Spiele” auf der Agenda der Creche. Hier können Sie einen Einblick von dem gewinnen, was dabei herauskam.

Der Schulneubau von oben

“Fliegen” Sie über den Schulneubau “Escola Estância Betânia” und staunen Sie über die Fortschritte, die zu sehen sind.

Karneval der Tiere

Die berühmte Orchestersuite von Camille Saint-Saëns wurde von den Kindern der Tagesstätte Betânia Ende Juni dargestellt.

Besuch in Monte Castelo

Mitglieder der Irmandade besuchen Familien in Monte Castelo und informieren über das Schulprojekt.

Kontakt

Freundeskreis Irmandade Betânia
Diakonisse Christine Muhr
Hebronberg 1 | 35041 Marburg

06421/8050
brasil@hebron.dgd.org

Spenden

Sonderkonto Brasil im DGD e.V.
IBAN: DE22 5335 0000 0030 0003 15
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